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Jahresberichte 2007-2010

  • 2010
  • 2009
  • 2008
  • 2007

Jahresbericht 2010

Der Verein „ Hilfe für Copceac“ hat im Jahre 2010 seine Tätigkeiten weiter ausgebaut. Auch das Spendenaufkommen ist weiter gestiegen, so dass der Verein in der Lage ist, neben der Durchführung von Transporten den Bau der Sozialstation in Copceac weiter zu treiben.

5 besonders großzügige Spenden bzw Aktionen sollen hier erwähnt werden :

  • Durch Kuchen- und Kaffeeverkauf auf dem Oster- bzw. Weihnachtsbasar bei Sauels in Kamp-Lintfort/Hoerstgen sind dem Verein Spendengelder in Höhe von 450,00 € überwiesen worden.
  • Die Schüler und Schülerinnen der Realschule Alpen haben am Tag für Copceac am 1.7.2010 einen Betrag von ca 5000,00 € erarbeitet.
  • Im November hat der Hobbyhandwerkermarkt im Schulzentrum Alpen ca 1600,00 € erbracht durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen, durch die Standgebühren der Aussteller und die Durchführung einer Lotterie.
  • Im März 2010 ist die Vorsitzende 60 Jahre alt geworden. Durch den Verzicht auf Geschenke und die ausgesprochene Bitte um eine Spende für unseren Verein  ist ein Betrag von ca 4500,00 € zusammen gekommen.
  • Ein weiterer Spender hat im März einen „runden“ Geburtstag gefeiert und dem Verein als Spende 1000,00 € überwiesen.

Aber auch alle kleineren Spenden helfen mit, die Menschen in Copceac zu unterstützen und sinnvolle Hilfe zu leisten.

Im März ist die Vorsitzende zusammen mit einer Gruppe von Rotariern nach Moldawien geflogen, um sich vor Ort über die Lage zu informieren.

Der Rotaryclub Grafschaft Moers hat zusammen mit Rotary International die Hauptwasserleitung von Copceac erneuert und in Betrieb nehmen können, so dass es nun möglich ist, dass ein großer Teil der Haushalte  Wasser über eine eigene Wasserversorgung erhalten kann. Zur Zeit ist eine Abwassermöglichkeit für einen Kindergarten in Planung.

Bei diesem Besuch in Copceac konnte sich die Vorsitzende auch über den Baufortschritt der Sozialstation informieren und weitere Abschnitte zusammen mit den Bewohnern planen.

Die Station wird eine Armenküche enthalten, in der die Menschen täglich eine kostenlose Mahlzeit erhalten sollen, eine Ausgabestelle für die aus Deutschland gespendete Kleidung, einen großen Lagerraum und zur Finanzierung der Station vier einfache kleine Hotelzimmer ( mit einer Nasszelle), so dass auch mehr Menschen als bisher nach Copceac fahren können . Es gibt dort nirgendwo in der Umgebung die Möglichkeit, einigermaßen angemessen, d.h. mit ausreichenden  sanitären Möglichkeiten, zu übernachten.

Im Oktober diesen Jahres sind zwei Mitglieder unseres Vereins – Johannes Bröcheler und Klaus Cleve - für zwei Wochen nach Copceac gefahren und haben die Arbeiten an der Sozialstation weiter voran getrieben. Fenster und Außentüren sind eingesetzt worden, ein Betonsockel wurde um das Haus gezogen, der Keller wurde ausgebaut und der gesamte Bau wurde von außen verputzt und damit winterdicht gemacht.

Ich glaube, wir können alle, die dazu beigetragen haben, dass die Sozialstation schon so weit fortgeschritten ist, sehr stolz auf das Erreichte sein.

Im April dieses Jahres werden die beiden erwähnten Männer wieder nach Copceac fahren, um mit dem Innenausbau zu beginnen. Für diese Fahrt wird uns freundlicherweise die Firma  VW Minrath einen Transporter leihen, so dass Werkzeug aus Deutschland in Copceac zum Einsatz kommen kann.

Die Vorsitzende wird im Sommer 2011  nach Copceac fliegen, um sich selbst wieder ein Bild von der geleisteten Hilfe zu machen.

Im Jahr 2010 wurde im Juni ein humanitärer Transport durchgeführt – der 7. bereits seit der Gründung des Vereins.
Viele Menschen haben uns durch Spenden  - Kleidung, Spielzeug, Möbel, Krankenhausbedarf etc -  unterstützt. Die Frauengemeinschaft der St. Antonius-Gemeinde in Kevelaer hat allein über 60 große Kartons Kleidung gesammelt und sortiert.
Auch dieser Transport hat wieder ohne Schwierigkeiten sein Ziel erreicht.

Ein Ziel unseres Vereins ist es auch, Begegnungen zwischen den Menschen in Copceac und denen in unserer Region zu fördern.

Im April 2010 war ein Gruppe von 9 Schülern und Schülerinnen aus Copceac nach 50-stündiger Busfahrt für eine Woche zu Besuch in der Realschule Alpen. Möglich war dieser Besuch nur durch die finanzielle Unterstützung der Faselstiftung/Duisburg, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Begegnungen zwischen Jugendlichen aus osteuropäischen Ländern und der Bundesrepublik zu fördern. Begleitet wurde die Gruppe von der Deutschlehrerin Frau Manolowa, unserer Ansprechpartnerin  vor Ort in Copceac.

Die jungen Menschen aus Copceac sind mit vielen positiven Eindrücken in ihr Heimatlandland zurück gekehrt   
 
Neben einem weiteren humanitären Transport ist für das neue Jahr 2011 unser vorrangiges Ziel, den Bau der Sozialstation weiter voran zu treiben. Das bedeutet aber auch, dass wir versuchen müssen, so viel Spendengelder wie möglich zu erwirtschaften. Der Tag für Copceac in der Realschule Alpen, der Hobbyhandwerkermarkt , die Bewirtung auf dem Ehrenamtstag der Gemeinde Alpen durch Vereinsmitglieder sind schon feste Termine, an denen wir auf Gelder für den Weiterbau hoffen dürfen.

Wir hoffen natürlich auch wieder auf die Unterstützung vieler Spender aus den vergangenen Jahren, die uns mit großen und kleinen Beträgen bedacht haben.

Wir können allen Spendern versichern, dass das Geld auch wirklich in Copceac ankommt und dort nur für humanitäre Zwecke ausgegeben wird.

Kamp-Lintfort, 31.12.2010

Catrein-Diering, Vereinsvorsitzende

Jahresbericht 2009

Das ganz große Ziel für das Jahr 2009 war die Planung und der Beginn des Baus der Sozialstation.

Die Vorsitzende ist wegen des Grundstückskaufes nach Copceac geflogen und der Bürgermeister von Copceac hat ein Grundstück mitten im Dorf – für alle leicht zugänglich – dem Verein zur Verfügung gestellt, zunächst kostenlos zur Bebauung.
Wenn der Bau fertig gestellt ist, wird nur ein kleiner finanzieller Teil nötig sein, um das Grundstück endgültig zu kaufen, da die Gesetze für öffentliche Gebäude in Moldawien so sind, dass man nur für das nicht bebaute Grundstück zahlen muss, wenn man mit dem Bau begonnen hat.

Das Grundstück liegt – wie bereits erwähnt- mitten im Dorf zwischen dem Rathaus und dem Kulturzentrum – ein Vorteil, da beide Gebäude Tag und Nacht bewacht werden und somit auch die Bewachung der Sozialstation sicher gestellt ist.

Gebaut wird in traditioneller Bauweise mit getrockneten Lehmziegeln, die einerseits den Vorteil einer Klimaregulierung haben, andererseits wird die im Dorf ansässige Fabrik unterstützt.

Die Bewohner von Copceac sehen mit großem Interesse und großer Erwartung den Baufortschritten zu. Immer wieder hört man, wie notwendig diese Station ist, aber gleichzeitig hört man auch eine große Dankbarkeit .

Viele Dorfbewohner haben ihre Hilfe angeboten, nach der Fertigstellung ehrenamtlich zu helfen, bzw mit Sachspenden die Station zu unterstützen. Auch der ortsansässige Priester der orthodoxen Kirche verspricht, mit gespendeten Lebensmitteln, die er in seiner Eigenschaft als Priester erhält, einen Teil an die Station abzuführen.

Natürlich wurden auch während des ganzen Jahres 2009 Sammlungen von Möbeln,   Kleidung, Krankenhausbedarf, Rollstühlen, Schulmobiliar etc. durchgeführt, die in Transporten wieder nach Copceac geschickt wurden. Erstaunlicherweise hat es bei allen Transporten bisher noch nie Schwierigkeiten an der moldawischen Grenze bzw mit dem Zoll in Copceac gegeben, so dass stets alle gespendeten Sachen auch wirklich im Dorf ankamen.

Wie geht es dann mit der Verteilung weiter?

Im Dorf gibt es eine Kommission, bestehend aus 5 Personen, die akribisch jede Ausgabe an die Menschen in Copceac aufschreiben. Die Vorsitzende konnte sich bei ihren Besuchen davon überzeugen . Rollstühle, Krücken und Gehhilfen werden – wenn sie nicht mehr gebraucht werden – an die Kommission zurück gegeben, die diese Dinge dann wieder weiter verteilen kann.

Besonders erfreulich war im Jahr 2009, dass zwei Schülerinnen der Realschule Alpen, die Vorsitzende im April nach Copceac begleitet haben. Diese zwei Schülerinnen haben sich stets bei allen Aktionen in der Realschule Alpen äußerst aktiv für den Verein eingesetzt. Die Beiden haben in Familien gelebt und so unmittelbar erfahren, was es heißt, unter anderen materiellen Voraussetzungen zu leben.
Mit vielen, vielen Eindrücken sind die beiden nachdenklich wieder nach Hause gekommen.

Die große Aufgabe war und wird es bleiben, Geld für den Bau der Station er erwirtschaften.
„Ein Tag für Copceac“, organisiert von der Realschule Alpen, war wieder ein voller Erfolg.
Auch der  2. Hobby- und Handwerkermarkt im November 2009 brachte Geld in die  Kassen des Vereins.

Im März 2009 haben Mitglieder des Vereins auf dem Ehrenamtstag in Alpen die Bewirtung übernommen  und dafür von der Gemeinde einen Betrag von 210,00 € erhalten.
Der Verein war ebenfalls auf dem Blumenmarkt im Mai in Alpen vertreten und hat dort Essbares angeboten.

Wir können allen Spendern versichern, dass das Geld auch wirklich in Copceac ankommt und dort nur für humanitäre Zwecke ausgegeben wird.

Auch für 2010 werden wieder Transporte geplant, die auf die Reise gehen. In diesem Transport werden auch wieder schon Kartons mit gespendeten Sachen, die für die Sozialstation benötigt werden, mitgeschickt, genau so wie Werkzeuge.

Wir hoffen sehr auf zahlreiche Spenden, damit unser großes Projekt – die Sozialstation von Copceac – schnell voran schreitet

Kamp-Lintfort, 31.12.2009

Edith Catrein-Diering, Vereinsvorsitzende

Jahresbericht 2008

Der Verein „ Hilfe für Copceac“ hat im Jahre 2008 seine Tätigkeiten weiter ausgebaut. Durch verschiedene Aktionen wie Basare, Kuchenverkauf, Verkauf von selbst gebastelten Geschenken durch Schüler und Schülerinnen der Realschule Alpen  und durch Helfer und Unterstützer des Vereins wurde das Spendenaufkommen kräftig erhöht.
Drei besonders großzügige Spenden sollen hier erwähnt werden :

  • Durch Unterstützung des Betriebsrates der Firma Norgren / Alpen sind durch die von der Mitarbeitern der Firma Norgren gegen Spende zu erwerbenden ausgedienten Maschinen, Büromöbel etc ein Betrag von  3700,00€ dem Verein zu Gute gekommen.
  • Durch Kuchen- und Kaffeeverkauf auf dem Oster- bzw. Weihnachtsbasar bei Sauels in Kamp-Lintfort/Hoerstgen sind dem Verein Spendengelder in Höhe von 1150,00 € überwiesen worden.
  • Bei Familie Rühl in Rheinberg wurde zum 70.Geburtstag statt Geschenke um Geldspenden zu Gunsten unseres Verein gebeten. Es kam eine Summe von 900,00 € zusammen.

Zwei große Aktionen brachten im Jahre 2008 dem Verein ein besonders großes Spendenaufkommen:

  • Die Realschule Alpen hat in ihrem Schulprogramm das humanitäre Engagement für den Verein „Hilfe für Copceac“ fest geschrieben. Mit einem „Tag für Copceac“ wurde ein Projekt geboren, das überaus erfolgreich verlaufen ist. An einem Tag im Juni 2008 sind alle Schüler und Schülerinnen der Realschule Alpen „arbeiten“ gegangen: es wurden Rasen gemäht, Garagen aufgeräumt, Autos gewaschen, kleinere Reparaturen durchgeführt usw. Der Erlös dieses einen Tages betrug 6500,00 €.

 

  • Im November 2008 veranstaltete die Realschule Alpen in Zusammenarbeit mit dem Verein einen großen Hobby- und Handwerkermarkt im Schulzentrum Alpen. Viele Aussteller boten selbst hergestellte Waren zum Verkauf an. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: es gab Würstchen, türkisches und moldawisches Essen, Kaffee und Kuchen. Der Erlös aus dem Verkauf von Essen und Trinken und die Standgebühren in Höhe von   3800,00 € sind zu 100 % in den Verein geflossen.
    Frau Domnika Manolowa, unsere Vertraute vor Ort in Copceac, war zum Zeitpunkt des Marktes in Alpen. Sie hatte zum 2. Mal einen  Hospitationsaufenthalt in  Deutschland genehmigt bekommen und hat uns  alle auf dem Markt tatkräftig unterstützt – vor allem natürlich durch das  Vorbereiten von moldawischen Essen. Viele Menschen haben mit ihr  sprechen können und sich so auch aus 1. Hand informieren lassen können,  wie unsere Hilfe in Copceac ankommt.

Der Rotary Club Grafschaft Moers hat bereits den 1. Teil einer Wasserleitung für  mit Hilfe der Unterstützung von Rotary International in Betrieb nehmen können, so dass 1/3 des Dorfes bereits frisches Trinkwasser erhält. Z.Zt. ist der 2. und 3. Teil in Planung und wird im Frühjahr 2009 realisiert werden können, so dass bis zum Sommer 2009 das gesamte Dorf mit Wasser versorgt werden kann. Ebenfalls vom Rotary Club Grafschaft Moers erhielt die Schule Nr. 2 weitere Fenster, so dass im Hauptgebäude nun alle Fenster in den Klassenräumen erneuert wurden und somit Schutz vor Kälte im Winter und vor Hitze im Sommer bieten.  Natürlich wurden auch während des ganzen Jahres 2008 Sammlungen von Möbeln,  Kleidung, Krankenhausbedarf, Rollstühlen, Schulmobiliar etc. durchgeführt. Der Hauptteil der gelieferten Möbel bestand aus Schulmöbeln: ca. 300 Schulstühle und 150 Tische, über 50 Tafeln und sonstige Schulmöbel wurden nach Copceac geschickt. Hier ist vor allem der große Einsatz durch meinen Mann Kersten Diering , durch Johannes Bröcheler und Otto Schulte zu erwähnen, die diese Möbel zum Teil ausbauen mussten und in vielen Transporten in die Lagerstätten gefahren haben.

Viele Menschen haben uns auch durch  Kleiderspenden unterstützt. Die Frauengemeinschaft der St. Antonius-Gemeinde in Kevelaer hat über 600 Kartons Kleidung gesammelt und sortiert.Im Jahre 2008 wurden 2 Transporte durchgeführt, die wieder ohne Schwierigkeiten
während der Fahrt oder an der Grenze ihr Ziel Copceac erreichten.

Dass die Hilfe unseres Vereins auch wirklich bei den Menschen ankommt – davon konnte sich die Vorsitzende bei zwei  Besuchen im April und im Oktober  2008 wieder selbst überzeugen:

  • Die Fenster in der Schule wurden so – wie geplant – eingebaut. Der Ausbau der  maroden Fenster wurde in Eigenleistung der Eltern der Schüler und Schülerinnen der Schule durchgeführt.
  • Im Krankenhaus werden alle gespendeten Materialien wie Betten, Rollstühle,   Gehhilfen etc. benutzt.

Im 2. Transport im November 2008 wurde vor allem das Krankenhaus in Taraclia, einem Nachbarort von Copceac, bedacht. Dieses Krankenhaus wurde von der Vorsitzenden des Vereins im Oktober besucht. Die Verhältnisse dort sind unvorstellbar; es fehlt an allem: Bettzeug, Bettwäsche, chirurgische Instrumente, Handtücher, Nachtwäsche usw. Das Krankenhaus erhielt über 10 Kartons mit dringend benötigten Materialien.

  • Alle drei  Kindergärten in Copceac waren glücklich über die Spiel- und Bastelmaterialien, Teppiche und die Möbel. Spielzeug wurde auch an Kindergärten in zwei Nachbardörfern verteilt, die nur sehr wenig Spielmaterial besaßen.
  • Der Vorsitzende der Alten und Invaliden bedankte sich ganz herzlich über die gespendeten Kleidungsstücke, Betten, Decken und Gardinen.
  • Im Rathaus freute man sich über Teppiche, die die Räume wohnlicher und wärmer machen.
  • Die Schulmöbel, Sport- und Spielgeräte und Bastelmaterialien des 2. Transportes im Jahre 2008 gingen ausnahmslos an die Grundschule, die bisher wenig  aus den vorherigen Transporten erhalten hatte und dringend Materialien benötigte.

Das große Projekt unseres Vereins – der Bau einer Sozialstation – nimmt nun konkretere Formen an und ist das ganz große Ziel für das Jahr 2009.

Die Vorsitzende hat sich im Oktober nach geeigneten Häusern umgesehen. Leider gibt es in Copceac keine Objekte, die den Vorstellungen entsprachen. Die meisten Häuser waren zu klein oder lagen sehr weit weg vom Zentrum oder waren so marode, dass sich ein Umbau nicht lohnt.

So ist in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister die Idee geboren, ein neues Gebäude zu errichten, das direkt im Zentrum, zwischen dem Rathaus und dem Kulturzentrum, liegen wird.

Die Vorsitzende hat einen Antrag an den Dorfrat gerichtet, dem Verein das Grundstück kostenlos oder zumindest für einen geringen Betrag zu überlassen.

Für den Bau  des Gebäude wurde extra in Copceac eine neuer Verein gegründet, in dem die Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Copceac“ mit im Vorstand ist, so dass alle Aktivitäten von Deutschland aus getätigt werden. Ebenfalls im Vorstand des neuen Vereins ist Frau Manolowa.

Die Gründung eines neuen Vereins ist notwendig, da ein deutscher Verein dort in Moldawien kein Eigentum erwerben darf.

Gebaut werden soll mit den Materialien, die vor Ort sind. Wir wollen versuchen, möglichst viele Menschen im Dorf, die ohne Arbeit sind, beim Bau einzusetzen, um ihnen die Gelegenheit zu geben, etwas Geld zu verdienen.

Die Sozialstation wird eine Armenküche, einen Lagerraum für die Kleidung, Wirtschaftsräume und vier kleine Hotelzimmer enthalten. Mit der Vermietung der Hotelzimmer soll ein Teil der Kosten für den Unterhalt der Station erwirtschaftet werden.

Die genauen Kosten werden z.Zt. in Copceac ermittelt; wir gehen aber davon aus, dass die Kosten des Rohbaues ca 20 000,00€ betragen werden. Dieses Geld ist etwa z.Zt der Bestand des Vereins.

Unsere große Aufgabe für das Jahr 2009 wird es sein, durch Spenden weiteres Geld für die Sozialstation zu erwirtschaften. Geplant ist auf jeden Fall wieder „Ein Tag für Copceac“, organisiert von der Realschule Alpen, und ein 2. Hobby- und Handwerkermarkt im November .

Im März 2009 werden Mitglieder des Vereins auf dem Ehrenamtstag in Alpen die Bewirtung übernehmen und dafür von der Gemeinde einen Betrag von 400,00 € erhalten.

Der Verein wird ebenfalls auf dem Blumenmarkt im Mai in Alpen vertreten sein und dort Essbares anbieten
Wir hoffen natürlich auch wieder auf die Unterstützung vieler Spender aus den Jahren 2007 und 2008.

Wir können allen Spendern versichern, dass das Geld auch wirklich in Copceac ankommt und dort nur für humanitäre Zwecke ausgegeben wird.

Der nächste Transport wird im Februar/ März 2009 auf die Reise gehen. In diesem Transport werden auch schon Kartons mit gespendeten Sachen, die für die Sozialstation benötigt werden können, mitgeschickt ; ein Teil der Tische und Stühle, die zum Transport bereit stehen, ist ebenfalls schon für die Station bestimmt.

Auch im Jahr 2009 werden wieder Mitglieder des Vereins nach Copceac reisen, um  sich vor Ort über die geleistete Hilfe zu erkundigen und um weitere Maßnahmen  und  Hilfsangebote zu besprechen – vor allem natürlich den Bau der Sozialstation. Die Vorsitzende wird im April von zwei Schülerinnen und einer Lehrerin der Realschule Alpen begleitet, die sich selbst von den Zuständen in Copceac überzeugen wollen. Dass zwei Schülerinnen mitfahren wollen, freut die Vorsitzende besonders, da die hygienischen und sanitären Verhältnisse hinreichend geschildert wurden  – und trotzdem fahren diese Mädchen mit. Das zeigt das große Interesse an sozialen Projekten dieser Beiden.

Und nun zum Schluss etwas sehr Bedauerliches:

Unsere Kassiererin des Vereins „Hilfe für Copceac“ Doris Kassner, scheidet mit Datum vom 31.12.2008 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand aus.

Alle Mitglieder bedauern dies sehr, können aber den Entschluss akzeptieren und nachvollziehen.

Frau Kassner hat mit großem Einsatz, Verantwortungsgefühl und Engagement die Funktion einer Kassiererin zum Wohle des Vereins ausgeführt. Ihre hervorragende Arbeit und ihr Sachverstand wurden ausdrücklich vom Finanzamt gelobt.

Die Papiere und die Unterlagen des Vereins sind in einem hervorragenden Zustand.

Wir freuen uns, dass Frau Kassner dem Verein weiterhin als Mitglied zur Verfügung steht und versprochen hat, den Verein auch weiterhin, so fern dies möglich, mit persönlichem Einsatz zu unterstützen.

Als möglicher Nachfolger für die Funktion eines Kassierers hat sich Herr Martin Römer bereit erklärt. Seine Wahl ist für die Mitgliederversammlung im Januar vorgesehen.

Kamp-Lintfort, 31.12.2008

Catrein-Diering, Vereinsvorsitzende

1. Jahresbericht 2007

Am 8.3.2006 fand die Gründungsversammlung des Vereins "Hilfe für Copceac e.V." statt. Der Verein ist  beim Amtsgericht Rheinberg eingetragen; das Finanzamt Moers hat am 2.5.2007 die Gemeinnützigkeit anerkannt.

Der Verein musste zunächst versuchen, für die durchzuführenden Transporte Geld zu sammeln und Mitglieder zu werben. Die Spendengelder kamen recht zügig zusammen, so dass die Kosten für den 1. Transport schon bald gedeckt waren.

Durch viele Sachspenden (Möbel, Kleidung, Krankenhausbedarf, Schulbedarf etc) war es möglich, den 1. Transport am 22.6.2006 auf die Reise nach Copceac zu schicken, wo der LKW am 26.6.2006 eintraf. Alle Gegenstände wurden dankbar entgegengenommen und so verteilt, wie der Vorstand es gewünscht hatte.

Die Vereinsvorsitzende hat sich im Oktober 2006 selbst vor Ort überzeugen können, dass die gespendeten Materialien alle ihrer Bestimmung übergeben wurden.

Kaum war der 1. Transport abgewickelt, ging man an die Planung des 2. Transportes. Auch hier wurden wieder viele Sachspenden übergeben. Als Glücksfall erwies sich der Kontakt zur Firma Gelco in Gelsenkirchen, die dem Verein einen kostenlosen Transport nach Copceac spendete. Dieser LKW wurde im Dezember 2006 – wieder mit Hilfe vieler Freiwilligen – gepackt und erreichte mit einer ähnlichen Ladung wie beim 1. Transport am 28.12.2006 Copceac, wo er schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Im Januar 2007 wurde der Rotary Club Grafschaft Moers auf unseren Verein und unseren Einsatz für Copceac aufmerksam. Der Rotary Club unterstützt seitdem den Ort Copceac mit großer finanzieller Hilfe u.a. durch den Bau einer Wasserleitung für das Dorf ( Baubeginn soll im Sommer 2007 sein ), durch eine großzügige Geldspende von 2500,00 €, die mit 1500,00 € vom Vereinsvermögen  auf 4000,00 € aufgestockt wurde und von der 22 Fenster (Kunststoff/Doppelverglasung) für die Schule in Copceac gekauft werden.

Der 3. humanitäre Transport nach Copceac ist für Ende Juni 2007 vorgesehen. Die Ladung ( wieder ähnlich wie in den beiden anderen Transporten ) ist schon vollständig  vorhanden. Z.Zt laufen Verhandlungen mit der Firma Gelco wegen eines weiteren Sponsorings bezüglich des LKWs.

Im Laufe des Jahre 2007 wird wieder ein Besuch  durch den Vorstand in Copceac anstehen. Bei diesem Aufenthalt soll geklärt werden, wofür das vorhandene gespendete Geld weiter verwendet werden soll. Gedacht ist, weitere Fenster für die Schule und den Kindergarten zu kaufen und Verbesserungen im hygienischen Bereich vorzunehmen.

Kamp-Lintfort, 25.5.2007

Edith Catrein-Diering, Vereinsvorsitzende

2. Jahresbericht 2007

Der Verein „Hilfe für Copceac“ hat im Jahre 2007 seine Tätigkeiten weiter ausgebaut. Verschiedene Aktionen wie Basare, Kuchenverkauf, Verkauf von selbst gebastelten Geschenken durch Schüler und Schülerinnen der Realschule Alpen  und durch Helfer und Unterstützer des Vereins wurde das Spendenaufkommen kräftig erhöht.

Vier großzügige Spenden sollen besonders erwähnt werden :

  • Im Januar wurde dem Verein durch den Erlös des Weihnachtsmarktes am Kloster Kamp durch die Bruderschaft Kamp ein Betrag von  2200,00 € überwiesen.
  • Durch Unterstützung des Betriebsrates der Firma Norgren / Alpen sind durch die von der Mitarbeitern der Firma Norgren gegen Spende zu erwerbenden ausgedienten Maschinen, Büromöbel etc ein Betrag von  ca 2500,00€ dem Verein zu Gute gekommen.
  • Die Deutsche Bank unterstützt soziale Einsätze ihrer Mitarbeiter. Ein Vater – Mitarbeiter der Deutschen Bank - einer Schülerin der Realschule Alpen half beim Beladen des LKW`s im Juli 2007. Dafür überwies die Deutsche Bank 500,00€ an unseren Verein
  • Durch Kuchen- und Kaffeeverkauf auf dem Oster- bzw. Weihnachtsbasar bei Sauels in Kamp-Lintfort/Hoerstgen sind dem Verein Spendengelder in Höhe von    400,00 €    überwiesen worden.

Im Januar 2007 wurde der Rotary - Club Grafschaft Moers auf unseren Verein und unseren Einsatz für Copceac aufmerksam. Die Vorsitzende und der Schriftführer hielten einen Vortrag im Rotary – Club über die Verhältnisse in Copceac. Seitdem unterstützt der Rotary - Club Grafschaft Moers in Verbindung mit Rotary-International den Ort Copceac mit großer finanzieller Hilfe u.a. durch den Bau einer Wasserleitung für das Dorf ( es gibt seit Monaten kein fließendes Wasser für das Krankenhaus ! ). Der Bau hat bereits begonnen, musste aber z.Zt. wegen des strengen Winters unterbrochen werden.

Durch eine großzügige Spende von 4900,00 €, die mit 1500,00 € vom Vereinsvermögen aufgestockt wurde, wurden 35 Fenster (Kunststoff/ Doppelverglasung) für die Schule in Copceac gekauft, so dass die Kinder im Winter nicht mehr ganz so unter den strengen klimatischen Verhältnissen leiden müssen.
Eine weitere Hilfe für Copceac/Moldawien ist von der Weinfirma Lavinum/Duisburg initiiert worden. Durch Vermittlung des Rotary - Clubs Grafschaft Moers wird beim Kauf bestimmter moldawischer Weine 15 % des Kaufpreises als Spende an den Rotary-Club überwiesen, um damit vor allem das Wasserprojekt in Copceac zu unterstützen.

Natürlich wurden auch während des ganzen Jahres 2007 Sammlungen von Möbeln, Kleidung, Krankenhausbedarf, Rollstühlen, Schulmobiliar etc. durchgeführt. Der 3. humanitäre Transport mit diesen Gegenständen wurde Ende Juli 2007 durchgeführt. Auch dieses Mal gab es keine Schwierigkeiten während der Fahrt und an den Grenzen und die Menschen in Copceac waren dankbar über die geleistete Hilfe.

Dass die Hilfe unseres Vereins auch wirklich bei den Menschen ankommt – davon konnte sich die Vorsitzende bei ihrem Besuch im August 2007 wieder selbst überzeugen:

  • Die Fenster in der Schule wurden so – wie geplant – eingebaut. Der Ausbau der  maroden Fenster wurde in Eigenleistung der Eltern der Schüler und Schülerinnen der Schule durchgeführt.
  • Im Krankenhaus werden alle gespendeten Materialien wie Betten, Rollstühle, Gehhilfen etc. benutzt.
  • Der Kindergarten war glücklich über die Spiel- und Bastelmaterialien und die Möbel.
  • Die Vorsitzende der Alten und Invaliden bedankte sich ganz herzlich über die gespendeten Kleidungsstücke, Betten, Decken und Gardinen.
  • Im Rathaus freute man sich über Teppiche, die die Räume wohnlicher machen.

Beim Besuch der Vorsitzenden wurde die Idee eines neuen – großen – Projektes geboren. Mit Unterstützung des Bürgermeisters von Copceac soll im Dorf eine  Sozialstation errichtet werden, die u.a. einen Lagerraum für die Kleidung, eine  Armenküche und einen kleinen Versammlungsraum beinhalten soll.
Dies ist ein großes Vorhaben für unseren Verein, was vor allem das  Spendenaufkommen betrifft. Gelder für die Sozialstation zu bekommen, ist das  ganz große Ziel für das Jahr 2008.

Der 4. humanitäre Transport ist für April 2008 vorgesehen. Das Material liegt bereits in 2 Scheunen fertig zum Transport. Z.Zt. laufen Verhandlungen mit der Firma Lavinum über eine Zusammenarbeit bezüglich des Transportes, was Unseren Verein finanziell sehr entlasten würde, um unser großes Ziel – die Errichtung einer Sozialstation – schneller zu erreichen.

Auch im Jahr 2008 werden wieder Mitglieder des Vereins nach Copceac reisen, um sich vor Ort über die geleistete Hilfe zu erkundigen und um weitere Maßnahmen und Hilfsangebote zu besprechen.

Kamp-Lintfort, 31.12.2007

Edith Catrein-Diering, Vereinsvorsitzende